Das Altenburger Land und die Höhlen von Caripe

Der Handwerkersohn Christian Anton Goering, geboren am 18.9.1836 im Dorf Schönhaide am heutigen Südrand des Altenburger Landes, machte im 19. Jahrhundert eine ungewöhnliche Karriere als Naturforscher, der zwei längere Forschungsreisen in Südamerika unternahm. Sein Weg von Schönhaide bis in die Höhlen von Caripe in Venezuela wurde hierzulande außerhalb von Fachkreisen im 20. Jahrhundert aber weitgehend vergessen und wird erst in jüngerer Zeit schrittweise wieder ans Licht geholt. Der 18.9.2026 markiert nun einen weiteren Meilenstein in dieser Wiederentdeckung: Der Heimatverein Thonhausen hat den Künstler Robin Jahn beauftragt, die zentrale Bushaltestelle in Thonhausen gegenüber dem Gasthof Wolf mit einer Nachschöpfung südamerikanischer Motive, wie sie Goering einst selbst gemalt und gezeichnet hatte, auszugestalten. Am besagten Tag wird um 17 Uhr das neue Kunstwerk im Rahmen eines kleinen Volksfestes „enthüllt“, und zudem wird von Marlene Hofmann und Franziska Huberty vom Museum Burg Posterstein, wo bereits 2019 eine Ausstellung zu Goering zu sehen gewesen war, in Quizform einiges über den Forscher zu erfahren sein. Zudem sind mittlerweile auch an anderen Stellen in Schönhaide Gedenk- und Informationstafeln erstellt worden, die an Goerings Leben und Schaffen erinnern.

Bereits 2020 hatte Franziska Huberty (damals noch Engemann) im Altenburger Geschichts- und Hauskalender über Goering berichtet; im anstehenden Jahrgang 2027 wird sie das noch einmal tun, diesmal mit speziellem Fokus auf die neu ausgewerteten Tagebücher der zweiten Reise, die Goering u.a. zu den Höhlen von Caripe führte.

 

Zur Website des Museums Burg Posterstein

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